ORGEL MODERN feiert Jubiläum -

Dr. Andrea Pach aus Wien ebenso.
von Albert Schönberger
Domorganist am Hohen Dom zu Mainz



Vor zehn Jahren machte eine Künstlerin von sich reden, als sie das Schlagwort "ORGEL MODERN" kreierte. Aber hinter dem Schlagwort verbirgt sich eine grandiose und für die Beweglichkeit im Musikleben herausragende Idee: Traditionelle und zeitgebundene Elemente miteinander zu verknüpfen.
Nicht alleine auf die (orgelbau-) technische Seite bezogen, sondern den Blick weiter hineingerichtet in die Umsetzung von Musik verschiedenster Art zugunsten einer neuen Integration auch des Publikums, das geradezu sich mehr und mehr aufgeschlossen zeigt.
Als 1997 eine raffinierte und durchaus auch gewagte Symbiose zwischen einer traditionellen Pfeifenorgel und modernsten Elemente der Technik miteinander verwoben und ein weiterer Weg zu neuen und ebenso vielfältigen Klangkombinationen gefunden wurde, waren auch neue "Zwischenräume" entdeckt. Eine neue Beweglichkeit für Musiker gleichermaßen wie für den Zuhörer, der sich in mehr oder weniger vertrauten Klängen wiederfinden konnte.
Frau Dr. Andrea Pach gilt an dieser Stelle hohe Anerkennung und ein großes Kompliment für den Mut, diese Idee aufgeworfen und umgesetzt zu haben. Gerne wünscht man ihr, dass viele Komponisten und Interpreten neugierig werden, diese von ORGEL MODERN neu aufgeschlossenen "Zwischenräume" zu suchen, sie mit neuen Klangideen zu füllen und zu gestalten.
Nicht zuvorderst um Anvantgarde geht es hier, sondern Bewährtes mit Tönen anderer Erwartungen, wie sie unsere moderne Gesellschaft mitprägt, zu formulieren helfen. Möge der Fantasiereichtum unserer Komponisten und Interpreten in ihrer Werkauswahl und in der Kunst der Improvisation den Gedanken von Frau Dr. Andrea Pach und Ihrem ORGEL MODERN weiter unterstützen und eine breite Anhängerschaft gewinnen helfen. Neue und andersartige Veranstaltungen auch in Kirche und Konzertsaal benötigen solche neue Wege, benötigen diesen Wind, der von ORGEL Modern ausgeht.

Herzlichen Glückwunsch und gute neue Töne auf dem Weg dieser anspruchsvollen Idee von einem, der selbst bereits mitunter in diese Richtung arbeitet.
 

Albert Schönberger
      Albert Schönberger
   
  FESTKONZERT
 
  8. Oktober 2004
Orgelfest Breitenfeld
Orgel & Orchester
Dirigent: Peter Planyavsky
Orgel: Andrea Pach
J. Rheinberger: Konzert in F-Dur op.137
G.F. Händel: Konzert in d-Moll op.7 Nr.4 HWV 309
Howard Hanson: Orgel-Orchesterkonzert


  Pach an Orgel Peter Planyavsky
  Pach an Orgel Peter Planyavsky